Richtig aufmessen, damit das Fenster passt
Ein Fenster nach Maß wird genau in der Größe gefertigt, die Sie angeben. Es gibt keine Standardgrößen und keine Rücknahme, weil jedes Element eine Anfertigung nach Ihrer Vorgabe ist. Eine halbe Stunde beim Messen spart mehr als jede spätere Nacharbeit.

In fünf Schritten zum Bestellmaß
Nehmen Sie ein Stahlmaßband, keinen Zollstock aus Holz, der an den Gelenken Spiel hat. Dazu eine Wasserwaage und ein Blatt je Fenster.
Breite an drei Stellen messen
Messen Sie die lichte Öffnung oben, in der Mitte und unten. Notieren Sie alle drei Werte in Millimetern, nicht in Zentimetern.
Höhe an drei Stellen messen
Dasselbe links, mittig und rechts. Altbauöffnungen sind selten rechtwinklig, deshalb reicht eine einzelne Messung nicht.
Den kleinsten Wert nehmen
Maßgeblich ist immer der kleinste der drei Werte. Ein Fenster, das für das größte Maß gefertigt wurde, passt an der engsten Stelle nicht hinein.
Die Fuge abziehen
Ziehen Sie auf jeder Seite 10 bis 15 Millimeter ab, also insgesamt 20 bis 30 Millimeter in der Breite und ebenso in der Höhe.
Diese Fuge nimmt später das Dichtband auf und gleicht Bewegungen des Bauwerks aus. Ohne sie lässt sich das Element nicht sauber abdichten.
Öffnungsrichtung festlegen
Stellen Sie sich innen vor das Fenster und schauen Sie nach draußen. Sitzen die Bänder links, ist es DIN links. Sitzen sie rechts, DIN rechts.
Diese Angabe brauchen wir für jedes bewegliche Element. Im Konfigurator wählen Sie sie direkt beim Aufbau.
Der häufigste Fehler
Viele messen die Außenkante des alten Rahmens statt der lichten Öffnung. Das Ergebnis ist ein Fenster, das zwei bis vier Zentimeter zu klein ausfällt. Messen Sie immer die Öffnung im Mauerwerk, nachdem Sie sich klargemacht haben, ob der alte Rahmen ausgebaut wird oder stehen bleibt. Im zweiten Fall messen Sie die lichte Weite innerhalb des vorhandenen Rahmens und sprechen vorher mit unserer Beratung.

Was Sie außer den Maßen notieren sollten
Ein paar Angaben entscheiden darüber, ob Zubehör nötig wird und ob das Element überhaupt passt. Halten Sie sie gleich mit fest, dann müssen Sie nicht ein zweites Mal ans Fenster.
- Die Mauerstärke, weil davon abhängt, ob eine Rahmenverbreiterung nötig wird
- Ob innen oder außen eine Fensterbank anschließt
- Ob ein Rollladen vorhanden ist und die Führungsschienen mitgetauscht werden
- Ob die Öffnung überdacht liegt, wichtig bei Balkontüren mit flacher Schwelle
- In welchem Stockwerk das Fenster sitzt, wegen Beschlag und Montage

Lieber messen lassen
Wenn Sie unsicher sind, übernimmt unser Partnerbetrieb im Raum München das Aufmaß vor Ort. Das kostet etwas, ist aber deutlich günstiger als ein Fenster in der falschen Größe.
Besonders sinnvoll ist das bei Bogenfenstern, bei gekoppelten Elementen, bei sehr großen Balkontüren und immer dann, wenn der alte Rahmen stehen bleiben soll. Näheres dazu steht unter Montage und auf der Seite zum Montagepartner.
Häufige Fragen zum Aufmaß
Millimeter oder Zentimeter?
Immer Millimeter. Ein Komma an der falschen Stelle kostet ein Fenster.
Was, wenn die Öffnung schief ist?
Dann zählt der kleinste gemessene Wert. Die Schiefe gleicht später die Fuge aus.
Muss ich den Putz abziehen?
Wenn der Putz erneuert wird, messen Sie bis zum Mauerwerk und sagen uns Bescheid.
Wie messe ich bei Rollladenkasten?
Von der Unterkante des Kastens bis zur Fensterbank. Der Kasten gehört nicht zur Höhe.
Kann ich Maße nachträglich ändern?
Nur vor der Auftragsbestätigung. Danach läuft die Fertigung, siehe Kontakt.
Wie wirken sich Maße auf den Preis aus?
Über Rasterstufen, auf die auf- statt abgerundet wird. Erklärt unter Preislogik.
Maße stehen, Preis fehlt noch
Tragen Sie Breite und Höhe in den Konfigurator ein und sehen Sie sofort, was Ihr Fenster kostet. Ohne Anmeldung und ohne dass jemand zurückrufen muss.